Antiparos – eine kleine griechische Insel mit Charme10 Minuten Lesezeit

Windmühle

Antiparos habe ich erstmals im letzten Sommer besucht. Ich habe mich gleich verliebt in das unglaubliche Blau, das sich, mit all den schönen Farbschattierungen, dem Himmel und dem Meer angleicht. Dass ich so bald zurückkehren würde, hätte ich damals nicht gedacht. Aber wie heißt es so oft: “manchmal kommt es eben anders als man denkt”.

Der Grund für die rasche Rückkehr nach Antiparos

Diesen Sommer hatten mein Mann und ich ganze 30 Tage Zeit für Inselhüpfen in Griechenland. Das war herrlich – WOW 30 Tage unterwegs sein! – die Vorfreude war riesengroß.

Blue Star Fähre

Blue Star Fähre

Um die Zeit bestmöglich zu nutzen, haben wir die Route grob geplant. Es gab eine Insel, die wir diesmal unbedingt wieder besuchen wollten: Anafi. Diese kleine etwas abgelegene Insel nahe Santorin macht es seinen Besuchern nicht leicht, sie zu erreichen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Ein wesentlicher ist, dass das Schiff nur drei Mal pro Woche, und da um 1:30 in der Früh, von Santorini ablegt. Zumindest theoretisch, laut Plan und Internet. Weil das eine ziemlich ungemütliche Uhrzeit ist, haben wir uns entschieden die ersten drei Tage auf Antiparos zu verbringen, um dann bereits in Paros auf die Fähre zu gehen. Dort fährt sie um 11:00 abends ab und der Gedanke, den Abend in der gemütlichen Altstadt von Parikia zu verbringen, gefiel uns beiden sehr.

Sonne

Die Anreise mit Bus und Fähre

Fähre von Punta/ Paros nach Antiparos

Fähre von Punta/ Paros nach Antiparos

Der Hafen von Paros liegt direkt beim Stadtzentrum der quirligen Hauptstadt Parikia. Es gibt zwei Möglichkeiten von Paros nach Antiparos zu kommen. Mit einem Boot, das von Parikia wegfährt, oder mit dem Bus von Parikia nach Punta und von dort mit einer kleinen Fähre. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, weil es vom Fahrplan besser gepasst hat. In Punta gibt es kaum Wartezeit, da die Fähre laufend zwischen den beiden Orten hin – und her pendelt. Auf der kurzen Überfahrt haben wir die Abendsonne genossen, mit einem tollen Ausblick auf unzählige Kitesurfer, die den Wind für ihre spektakulären Sprünge genutzt haben.

“Hallo Antiparos, da sind wir wieder – Ankommen ist immer wunderschön.”

Eine Überraschung und eine herzliche Begrüßung

Ouzo und Mezedes im Hafen

Ouzo und Mezedes im Hafen

Gleich nach der Ankunft in Antiparos haben wir uns im Café Romni nach traditionellem Ritual einen “glücklich angekommen – Ouzo” genehmigt und da wir hungrig waren, auch Mezedes, das sind griechische Vorspeisen. Es war besonders nett angerichtet – Ofengemüse, griechischer Bauernsalat, Käse und Brot. Mit dem köstlichen Essen und dem Blick auf die Fischerboote stellte sich bei mir sofort eine unglaubliche Rundum-Zufriedenheit ein.

Begrüßungskuchen von Claire

Begrüßungskuchen von Klery

In der Unterkunft Claire Studios, wurden wir total herzlich begrüßt. Klery, die Frau des Besitzers erinnerte sich an mich, weil wir im letzten Jahr in ihrem Hotel Begleri gewohnt hatten. Das fand ich unglaublich und ur süß – und vor Freude über das Wiedersehen spendierte sie uns noch ein Stück ihres frisch gebackenen Kuchens, der sehr lecker war. Das Studio Claire ist einfach, aber sehr liebevoll eingerichtet und gestaltet, vor allem aber nur ein paar Minuten zu Fuß von der Bucht und vom Ortszentrum entfernt.

Der besondere Charme des Hauptortes Antiparos

Bucht von Antiparos

Bucht von Antiparos

Der Ort Antiparos, wo ca. 90% der rund 1.200 Einwohner der Insel leben, liegt an einer schönen Bucht. Die Abende verbrachten wir jeweils in einer der gemütlichen Tavernen in der hübschen Hauptgasse, die durch den ganzen Ort bis zum Kastroviertel führt. Empfehlenswert sind:

Taverne o’ Georgis in der Hauptgasse
Fischtaverne Pantelis an der nördlichen Hafenbucht

Mezedopolio Manos in der Hauptgasse
Taverne San Psema in der Hauptgasse
Taverne Klimataria in einer Seitengasse mit schönem Garten

 

Eisgeschäft in der Hauptgasse

Eisgeschäft in der Hauptgasse

Entlang der Bucht und der Hauptgasse des Ortes reihen sich Tavernen, Cafés, Ouzerien und kleine Läden aneinander. Das hat mir auch im Vorjahr schon so gut gefallen an dieser liebevollen kleinen Insel: die wirklich modernen, stylischen Geschäfte und hervorragenden Tavernen mit den bunten Türen und gemütlicher Einrichtung. Ich liebe die kleinen Details, die mit viel Liebe gestaltet wurden und die jedes Lokal so einzigartig machen.

kleine Gassen von Antiparos

kleine Gassen von Antiparos

Ouzerie Antiparos

gemütliche Ouzerie

Livemusik im Kastroviertel – romantischer geht’s nicht

Leonidas Balafas Konzert

Leonidas Balafas in Concert

Leonidas Balafas


Am ersten Abend spazierten wir durch die Hauptgasse bis zum Kastroviertel, um uns einen Überblick zu verschaffen und später noch irgendwo eine Kleinigkeit zu essen. Es waren ziemlich viele Menschen unterwegs und die Lokale sehr gut besucht, aber wir hatten es ja nicht eilig.

An einem Baum haben wir plötzlich ein interessantes Plakat entdeckt. Sehr cool, Livemusik im Kastroviertel, das konnten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

Wir waren gerade rechtzeitig da und romantischer könnte das Ambiente nicht sein, als hier auf der kleinen bunt beleuchteten Platia. Es waren Stühle aufgestellt und viele Besucher saßen auf Mauern und Stufen. Die Musik von Leonidas Balafas gefällt uns sehr und die Stimmung war einfach einzigartig unter dem Sternenhimmel. Was für ein schöner Abend.

Wenn ihr Lust auf eine Kostprobe von Leonidas` Musik habt, klickt einfach HIER ♥

Jeder Tag beginnt mir einem herrlichen Frühstück

Frühstück am Meer - Joghurt mit Honig und Omelette

Frühstück am Meer – Joghurt mit Honig und Omelette

Nur etwa zwei Minuten zu Fuß schlendern wir in der Früh hinunter zum Theologos Beach Hotel, das auch in einer kleinen Bucht liegt. Hier genießen wir ein tolles Frühstück und plaudern sehr nett mit Yiannis dem Besitzer. Am Meer fühle ich mich einfach immer total glückselig.

Joghurt mit Honig und Früchten

Joghurt mit Honig und Früchten

Auch im gemütlichen Café der Taverne Pantelis ist das Frühstück und der frisch gepresste Orangensaft sehr köstlich. Hier sitze ich auch gerne, um mein Reisetagebuch zu schreiben. Das mache ich am Liebsten an einem Platz wo ich mich wohlfühle, denn schließlich beeinflusst mein Gefühl meine Worte.

Tintenfische aufgehängt zum Trocknen

Tintenfische aufgehängt zum Trocknen

Die Tische der Fischtaverne Pantelis stehen direkt am Meer mit einem grandiosen Ausblick auf die Bucht von Antiparos mit seinen vielen Fischerbooten. Abends ist der Platz mit Lichterketten und Laternen sehr schön beleuchtet. Im Mondlicht am Meer zu sitzen, mit köstlichem Essen und meinem Lieblingsmenschen, dem leisen Plätschern der Wellen zu lauschen und einfach den Moment zu genießen, das liebe ich.

Mit dem Scooter auf Entdeckungstour

Schafe aufgewacht vom Mittagsschlaf

Schafe aufgewacht vom Mittagsschlaf

Mit dem Scooter sind wir unterwegs in den Süden der Insel. Wir fahren durch die Berge, in Richtung der Tropfsteinhöhle Spilion Agiou Ioánnou. Auch diesmal lassen wir die Besichtigung aus, weil wir uns lieber unter der warmen Sonne aufhalten. Dafür stoppen wir bei den Schafen und Eseln, die wir auf unserer Fahrt treffen – ich finde sie einfach total süß. Schaf

Windmühle und Appartments in Soros

Windmühle und Appartments in Soros

In Soros müssen wir wieder bei den neu gebauten Windmühlenappartments anhalten, weil ich sie so besonders schön finde und für euch unbedingt fotografieren möchte. In einer Windmühle zu wohnen, stelle ich mir total interessant vor, das muss ich unbedingt einmal ausprobieren.

Rucksack

Agios Georgios und die unbewohnte Insel Despotiko

Agios Georgios

Agios Georgios

Unser Ziel ist heute die kleine Ortschaft Agios Georgios im Süden der Insel. Von hier fährt ein Ausflugsboot mehrmals am Tag zur unbewohnten Insel Despotiko. Auch eine Einkehr in die Taverne Akrogiali oder Captain Pipinos ist auf jeden Fall vorgesehen.  Der Platz am Meer und das herrliche Essen mit einem Glas Rotwein ist hier ein unübertrefflicher Genuss. Das Kaiki von Captain Sargos legt aber gleich nach unserer Ankunft ab und so landen wir ruck-zuck am Boot – wir sind ja schließlich flexibel.

Bootsfahrt zur Insel Despotiko – wild und wunderbar

Schiffsfahrt nach Despotiko

Schiffsfahrt nach Despotiko

Die Schiffsfahrt mit dem kleinen Kaiki ist traumhaft schön. Die Farbe des Meeres fasziniert mich so sehr und ich wiederhole mich vermutlich gefühlte 500 Mal am Tag, wenn ich voller Leidenschaft ” ahhhhh’ – ich liebe dieses Meer und diese Farben!” sage. Zum Glück hält Hannes meine Euphorie aus. Die Fahrt dauert ewas mehr als 20 Minuten bis zu einer schönen Bucht mit einem riesigen Sandstrand, ein paar Strohschirmen und ganz wenigen Menschen, die sich auf der Insel total verteilt haben.

Despotiko Island Beach

Despotiko Island Beach

Nach cirka 2,5 Stunden fahren wir mit dem Boot wieder zurück. Captain Sargos macht einen kleinen Umweg zu der Höhle von Epitafios und dann wieder zurück nach Agios Georgios. Am Boot wurden Wassermelone und ein Schluck lokaler Weisswein in Bechern, an alle rund 15 Passagiere verteilt. Bei der Höhle gab es die Gelegenheit noch einmal in das türkisfarbene Wasser zu springen, oder am Kaiki mit Wein zur Musik zu tanzen. Es hat echt total Spaß gemacht.

Einige der schönsten Strände auf Antiparos

Strände auf Antiparos

Soros Beach, Sifneiko Beach, Ag. Georgios Beach, Apandima Beach,

Alle Strände sind gut erreichbar und haben superschönes klares Wasser und fallen flach ins Meer ab. Hier eine kleine Beschreibung der einzelnen Lieblingsstrände:

Soros Beach: östlich der Insel / langgezogener Strand mit gröberem Sand – sehr unberührt / beim Abschnitt Soros Beach Bar sind Schirme und Liegen vorhanden / sehr stylisches Restaurant mit Bar und Unterkünften / Taverne Peramataki oberhalb des Strandes mit authentischer griechischer Küche, schöner Aussicht und ursprünglichem Ambiente

Sifneiko Beach: nordwestlich der Insel / auch Sunset Beach genannt / traumhafte Sonnenuntergänge / feiner Sand / ruhig / Sifneiko Café in der Nähe / von Antiparos Port zu Fuß quer durch den Ort in 15 Minuten erreichbar

Agios Georgios Beach: südwestlich der Insel / langgezogener feiner Sandstrand mit Sträuchern / Fischtavernen Akrogiali, Captain Pipinos und und ein Café in der Nähe

Apandima Beach: östlich der Insel bei Soros / gröberer Sandstrand mit kleinen Steinen durchzogen / Bootsanleger, Liegen unter einem schattenspendenden Netz in einer kleinen Bucht / Taverne und Beachbar Nixon / Beachhouse Restaurant gleich oberhalb des Strandes – sehr gute Küche, gehobenes Niveau / charmant, aber leider auch sehr stark frequentiert

Abschied von der bezaubernden Insel Antiparos

Bougainvillea in voller Blüte

Bougainvillea in voller Blüte

Unglaublich was wir in diesen drei Tagen hier erlebt haben. Trotzdem habe ich das Gefühl auch nach zwei Besuchen noch nicht alle Winkel der kleinen Insel zu kennen. Glücklich und voller Vorfreude auf einen schönen Abend in Parikia, Paros und unsere Lieblingsinsel Anafi verabschieden wir uns von Antiparos. Jetzt wird es vermutlich etwas länger dauern, bis wir uns wiedersehen.

5 Dinge die du auf Antiparos nicht verpassen solltest

Fühstück im Theologos Beach Hotel
Schwimmen im türkisblauen Meer am Sifneiko Beach
Mittagessen in der Taverne Akrogiali in Agios Georgios
Bootsausflug zur Insel Despotiko
Sonnenuntergang genießen im Sifneiko Café

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. 4. November 2017 / 12:33

    So…..da will ich jetzt hin……bei den Bildern bekommt man unheimlich Fernweh

    • Silvia Jandl
      4. November 2017 / 22:12

      Liebe Cornelia, ich freue mich unheimlich, dass dir meine Fotos gefallen, Danke für das liebe Feedback :)) Ich träume immer noch von den schönen Farben des Meeres – die Sehnsucht nach dem Meer ist immer präsent 😉 Bald gibts einen neuen Beitrag- ganz liebe Grüße, Silvia

      • 6. November 2017 / 19:26

        Ja, das kenne ich – wir planen gerade Italien für Ostern und im Sommer wieder Griechenland – wir durchforsten schon das Internet für ein kuscheliges Quartier….. heuer hatten wir ein tolles Haus auf Kreta…ich könnte alle 2 Monate verreisen

        • Silvia Jandl
          6. November 2017 / 22:45

          Das geht mir auch so – wir wollen im Frühling nach Schottland und dann natürlich auch wieder nach Griechenland – die Vorfreude und Planung ist ja auch unheimlich schön. Alles Liebe Silvia

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