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„Inselhopping in Griechenland führt dich an einzigartige Orte – nimm dir Zeit zu verweilen, dann wirst du ihre Magie spüren.“

~Silvia Jandl

5 FEHLER, DIE INSELHOPPING ANFÄNGER IN GRIECHENLAND HÄUFIG MACHEN UND WIE DU SIE VERMEIDEST

Mit Inselhopping in Griechenland verbinden viele Reisende das Gefühl von Freiheit, außergewöhnlichen Erlebnissen, schönen Stränden und türkisfarbenem Meer. Und ja, genau das, und vieles mehr, kann es tatsächlich sein. Inselhopping ist nicht, wie so mancher denkt, einfach Urlaub auf mehreren Inseln – es ist eine außergewöhnliche Art zu reisen, die dich in die Kultur des Landes und in das wundervoll entspannte Lebensgefühl, tief eintauchen lässt. Nach 20 Jahren eigener Erfahrung beim Reisen durch die griechische Inselwelt, sehe ich immer wieder dieselben Fehler, die gerade Inselhopping-Einsteiger häufig machen und die sie viel Zeit, Geld und Nerven kosten.

Die gute Nachricht: Diese Fehler kannst du leicht vermeiden – wenn du sie vorher kennst.

Hier sind die fünf häufigsten Stolperfallen beim Inselhüpfen in Griechenland und wie du es dir durch die richtige Planung leichter machen kannst.

FEHLER 1: EINE UNGÜNSTIGE INSELKOMBINATION WÄHLEN

Inselhüfen Griechenland - eine beliebte Insel, die zwar kein Geheimtipp mehr ist, aber dennoch immer wunderschön ist Paros

Warum „beliebte Inseln“ nicht automatisch immer zusammenpassen

In den Medien werden viele griechische Inseln als „Geheimtipp“ angepriesen. In Wahrheit haben fast alle Destinationen ihren ganz besonderen Reiz. Sei dir bewusst, dass nicht jede Insel zu dir und deinen Bedürfnissen passt, nur weil sie schöne Strände hat. Wähle beim Inselhüpfen die Inseln nicht nur nach Empfehlungen, sondern vor allem nach deinen persönlichen Prioritäten und danach, wie du sie ideal verbinden kannst. Klar, irgendwie kommst du immer von Insel zu Insel, aber Islandhopping soll ja vor allem Freude machen. Wenn die Wege zwischen den Inseln kompliziert und mühsam sind und die Fährfahrten dazu noch sehr teuer werden, dann ist deine Laune vermutlich getrübt. Gute Planung kann vieles leichter machen.

So findest du die perfekte Kombination

Bevor du dich für Flüge und Inseln entscheidest, recherchiere zuerst die Fähr-Verbindungen zwischen den einzelnen Wunsch-Destinationen. Ich nutze hierfür immer die griechische Plattform Ferryscanner – sie ist perfekt dafür. Wenn du nur den Abfahrtshafen eingibst, siehst du auf der Inselkarte nämlich gleich, wohin es Fähr-Routen gibt. Sieh dir die konkreten Fährpläne an und die Regelmäßigkeit der Verbindungen. Später, wenn du deine Route festgelegt hast, kannst du die Fähr-Tickets auch direkt über Ferryscanner.com buchen. Das ist vor allem dann zu empfehlen, wenn du mit dem Auto unterwegs bist, oder ein kleines Schiff nutzt.

Wähle idealerweise Inseln aus der selben Inselgruppe und mit kurzen regelmäßigen Verbindungen für deine Reise. Um Reisebudget zu sparen, entscheide dich sofern möglich für Autofähren, statt für Fast Ferries. Seajets können auf manchen Strecken ein Vielfaches von großen Fähren oder kleineren Passagierschiffen kosten.

Beispiele für gute Inselkombinationen:
Santorini – Milos – Folegandros – Santorini
Mykonos – Paros (inkl. Antiparos) – Naxos – Santorini
Mykonos – Tinos- Syros – Mykonos
Samos – Fourni – Ikaria – Samos
Kefalonia – Ithaka – Lefkada – Preveza
Skiathos – Alonnissos – Skopelos – Skiathos

FEHLER 2: ZU VIELE INSELN IN ZU KURZER ZEIT PLANEN

Gemütliches Cafe in den kleinen Gassen von Glossa, auf der Insel Skopelos in den Nördlichen Sporaden

Warum dieser Fehler deine Reise stressig macht

Inselreisende planen ihre erste Inselhopping-Route gerne mit dem Vorsatz: „Ich möchte beim Inselhüpfen möglichst viele Inseln entdecken.“ Das Ergebnis: 5 Inseln, 8-10 Fähren in 14 Tagen – ständiges Packen, viele Transfers und kaum echte Inselerlebnisse. Beim Inselhüpfen geht es weniger darum, so viele Inseln wie machbar zu besuchen, sondern sie so intensiv wie möglich zu erleben.“

Auch wir haben bei unserer ersten Inselhopping Reise einen ähnlichen Fehler gemacht. Weil es uns auf einer der kleinen Kykladeninseln so gut gefallen hat, sind wir spontan länger geblieben. Für unsere nächste Station waren dann statt drei, nur 1,5 Tage Zeit die Insel zu erkunden, was nicht einmal für einen ersten Eindruck wirklich ausreichend war. Das haben wir schnell erkannt und daraus für die zukünftigen Reisen gelernt.

So planst du entspannter und erlebst mehr

Nimm dir also genug Zeit für jede Insel, die du besuchst. Entscheide nach der Größe der Insel und nach der Anzahl von Orten, wie viel Zeit du dir für die jeweilige Destination nehmen möchtest.

Plane mindestens so viel Zeit ein:

  • 3-4 Tage für sehr kleine Inseln wie Antiparos, Folegandros, Serifos
  • 5-8 Tage für größere Inseln wie Naxos, Samos, Paros, Karpathos

Drei bis vier Tage pro Insel sind selbst bei ganz kleinen Inseln das Minimum – bleib lieber 1-2 Tage länger auf einer Insel und entdecke auch kleine Dörfer, versteckte naturbelassenen Strände und nimm dir Zeit in authentischen Tavernen oder Kafenions zu verweilen und lass deine Umgebung und das Treiben in den Gassen auf dich wirken. Genau so wirst du in das echte Griechenland-Gefühl eintauchen können.

FEHLER 3: FÄHREN FALSCH EINSCHÄTZEN – ZEIT UND WETTER NICHT BERÜCKSICHTIGEN

Skopelitis Fähre beim Inselhüpfen in Griechenland. Die Fähre fährt bei 6 Bft über das wilde Meer

Warum Fähren nicht wie Züge funktionieren

Fähre buchen, einsteigen, losfahren – das ist die Idealvorstellung. Die Realität sieht oft ganz anders aus. Fähren sind häufig von Verspätungen betroffen, dafür kann es zahlreiche Gründe geben:

  • Verzögerungen durch Be-und Entladung von Fahrzeugen und LKW’s
  • hohe Windstärken beeinflussen die Fahrzeit
  • bei Windstärken ab 7 oder 8 Beaufort (Bft) werden Fähren meist eingestellt
  • bei starken Böen können Fähren im Hafen manchmal nicht anlegen
  • Fährstreiks können Fährfahrten verhindern

Besonders der Meltemi-Wind beeinflusst Fahrpläne im Zeitraum Juni bis September stärker als viele erwarten.

So vermeidest du Stress beim Inselwechsel

Beim Inselhüpfen sind kurze Fährverbindungen zwischen den Inseln optimal. Längere Fahrten und Zwischenstopps lassen sich nicht immer vermeiden, doch es gibt einige Dinge, die du ganz leicht bei deiner Planung berücksichtigen kannst, um Stress zu vermindern:

  • nach der Ankunft auf der am weitesten entfernten Insel starten – An/Abfluginsel zuletzt erkunden
  • Inselhopping Routen möglichst innerhalb derselben Inselgruppe auswählen
  • mindestens 1 Puffertag bzw. 2 weitere Fähroptionen vor dem Rückflug einplanen
  • mit den Vermietern sprechen – Einheimische wissen über Verspätungen immer Bescheid
  • die Windbedingungen auf windy.com bei Bedarf vor der Abfahrt tracken

Wenn du von Vermietern am nächsten Hafen abgeholt wirst, gibst du schon im Vorfeld an, mit welcher Fähre du anreisen wirst. Du kannst davon ausgehen, dass sie über Fähr-Verspätungen Bescheid wissen und bei der Ankunft auf dich warten werden.

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FEHLER 4: UNTERKÜNFTE ZUR FALSCHEN ZEIT ODER AM FALSCHEN ORT BUCHEN

Inselhüpfen Griechenland - Luxusresort auf Santorini mit kleinen privaten Pools

Warum Timing und Standorte entscheidend sind

Bei der Unterkunftsbuchung werden häufig die individuellen Gegebenheiten (Unterkunfts-Angebot) auf der jeweiligen Insel zu wenig berücksichtigt, genau wie der optimale Ort. Das kann einerseits zu unnötigen Ausgaben führen und andererseits zu Stress bei der An-und Weiterreise.

So findest du die richtige Unterkunft beim Inselhopping

Achte bei der Unterkunftswahl immer auf die Gegebenheiten einer Insel:

  • auf kleinen Inseln ist das Unterkunfts-Angebot nicht sehr umfangreich, buche eher früh, damit du mehr Auswahl hast
  • kläre die Anreise: bietet der Vermieter einen Transferservice an, nimmst du den Bus, oder mietest du ein Fahrzeug
  • auf teuren Inseln wie Mykonos und Santorini, buche ebenfalls mehrere Monate vorher, wenn du an einem speziellen Ort wohnen willst (in der Stadt, an der Caldera, an einem bestimmten Strand etc…)
  • bei kurzen Zwischenaufenthalten von 1 Tag, suche eine Unterkunft in der Nähe des Hafens – das geht meist auch kurzfristig – du sparst so unnötige Transfers, Zeit und Stress. Mein Tipp: schau die Inselkarte zuerst an, dann hast du den besten Überblick, wo die Unterkunft liegt
  • wenn du die letzten Tage auf der Abfluginsel verbringst und keine ortsbezogenen Präferenzen hast, ist es auf Inseln mit vielen Angeboten möglich, auch ganz flexibel einen Tag vorher zu buchen
  • natürlich hängt es immer von der Jahreszeit, aber auch von deinen eigenen Ansprüchen ab, ob du lang – oder kurzfristig buchen solltest

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FEHLER 5: ZU VIEL GEPÄCK MITNEHMEN

Santorini - Treppenweg zum Hafen Ammoudi mit großartiger Aussicht - einfach Top

Warum Gepäck dein größter Inselhopping-Stressfaktor wird

Griechenland Reisende, die mit Inselhopping erst starten, packen oft wie gewohnt für einen Standorturlaub und haben viel zu schweres Gepäck dabei. Gerade bei häufigem Transfer zwischen Inseln, ist ein schwerer Koffer sehr unhandlich. Auf Fähren muss großes Gepäck, in dafür vorgesehenen Regalen, im unteren Garagendeck verstaut werden – hier geht es meist extrem turbulent zu, weil hunderte Passagiere ihr Gepäck gleichzeitig deponieren. Kleine Taschen und Rucksäcke können an Deck mitgenommen werden – das hat viele Vorteile: kein Anstellen, kein Gedränge, mehr Auswahl bei der Sitzplatzsuche.

Beim Zwischenstopp im nächsten Hafen wird’s mit dem Koffer meist ungemütlich:

  • mit dem großen Gepäck durch die Menschenmenge am Anleger manövrieren
  • in den schmalen Altstadtgassen wieder umkehren, weil es unmöglich ist, den Koffer auf dem Kopfsteinpflaster zu ziehen
  • selbst in der Taverne ist es schwierig, einen geeigneten Platz für das Gepäck zu finden, weil die Tische so eng aneinander stehen

Wenn wir mit unseren Rucksäcken entspannt aus der Fähre aussteigen, bin ich immer wieder sehr froh über meine Gepäckswahl und die Flexibilität, die wir dadurch genießen.

Weitere Nachteile von Aufgabegepäck:

  • höhere Kosten beim Flug
  • Weiterreise nicht möglich, wenn das Gepäck nicht ankommt
  • Wartezeiten am Airport und bei Fähren
  • unbefestigte Straßen und Wege zur Unterkunft
  • steile Treppen und Kopfsteinpflaster überwinden
  • kaum Gepäckaufbewahrungsmöglichkeiten auf den Inseln

So reist du leicht und flexibel beim Inselhopping

Wir reisen seit 20 Jahren immer mit Handgepäck -Rucksack + kleiner Hand-Tasche. Vielleicht kannst du dir das aktuell (noch) nicht vorstellen, wie das für dich klappen soll, aber ich sage dir aus Erfahrung, das ist nicht so schwierig, wie du vermutest. Wir haben nie das Gefühl etwas zu vermissen. Mit der richtigen Packstrategie musst du nicht auf Komfort verzichten. Hier ein paar Tipps, wie’s gelingt:

  • kombinierbare Kleidung wählen
  • alles weglassen, was du nur „für alle Fälle“ mitnimmst
  • Kleidung zwischendurch waschen
  • als Paar, Dinge nicht doppelt packen
  • die wichtigste Regel: nicht weniger, sondern kleiner und leichter packen

Gerade auf griechischen Inseln brauchst du zwischen Mai und Oktober weniger Kleidung und Schuhe, als du vielleicht denkst. Ich hatte am Anfang auch so meine Struggles mit dem Gewicht des Rucksackes, über die Zeit habe ich jedoch meine Packliste von Jahr zu Jahr immer weiter optimiert. Heute reise ich mit einem 40 L Rucksack, ca. 7,5 kg Gepäck + einer kleinen Umhängetasche. Das ist einfach perfekt.

Die größten Vorteil von leichtem Gepäck sind Wendigkeit, bequeme Transfers und vor allem das Gefühl, keinen unnötigen Ballast mitzutragen – weder physisch noch mental ;)) Du gehst völlig stressfrei auf die Fähren, wechselst unkompliziert die Unterkunft und schlenderst unterwegs entspannt durch kleine Hafenorte – und plötzlich fühlt sich Inselhopping genau so an, wie es sein soll: leicht, flexibel und nach entspanntem Reisen.

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Schreibe gerne in den Kommentar, was du aus diesem Blogbeitrag für dich mitnehmen konntest, oder ob du auch gerne mit weniger Gepäck reisen möchtest. Ich bin sehr interessiert, an deiner aktuellen Art zu reisen und beantworte gerne deine Fragen. Bis bald, Silvia

Rucksack

Übrigens: schau gerne in MEINEM MERCHSHOP vorbei – hier gibt es von mir designte Kleidung und praktische Accessoires, die du gut für deine Reisen, aber auch im Alltag verwenden kannst. Alle Produkte haben eine tolle Qualität und werden von spreadshirt.de nachhaltig produziert und versendet. Mit jeder Bestellung oder Buchung über einen meiner Links, unterstützt du meinen Reiseblog. Herzlichen Dank!


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